Von Yusuf Estes – ehemaliger christlicher Prediger

 

Muhammed in der Bibel

 

Könnte er der “Parakleton” sein?

 

Mehr als vierzehn Jahrhunderte sind vergangen, seitdem der Prophet Arabiens den Anspruch erhob, der letzte und endgültige‚ Gesandte und Diener' Allahs zu sein. Doch die Intensität der Diskussion unter den Gelehrten aller Religionen scheint im Laufe der Jahre zugenommen zu haben und an Geschwindigkeit gewonnen zu haben, in den letzten paar Jahren mehr als je zuvor.

 

Wer war dieser Mann? Was denken seine Anhänger von ihm? Wie können andere ihre unsterbliche Hingabe zu seiner Mission verstehen? Was sagen uns die Gelehrten über diesen Mann, Muhammad, Friede und Segen auf ihm, und seiner 'Botschaft' zu der Welt?

 

Seit mehr als vierzehn Jahrhunderten haben Gelehrte des Judentums, Christentums und Islam diskutiert, ob Muhammad, Friede und Segen auf ihm, in der Tat ein wahrer Prophet des Allmächtigen Gottes gewesen sein könnte.

 

War er der lang ersehnte ‘Messias’, den die Juden so viele Jahrhunderte erwartet haben?

 

War er derjenige, der im alttestamentlichen Buch Jesaja prophezeit wurde, der in der Wüste rief?

 

War er ‘Der Prophet’, der im Johannesevangelium des Neuen Testaments erwähnt wurde?

 

Wir möchten einige Funde dieser Gelehrten aus ihren eigenen Quellen mit euch teilen und den Leser dazu einladen, diese Beweise zu bedenken.

 

Der letzte Anspruch an Offenbarung, der vom Gott Abrahams, Moses, Davids und Jesus, Friede auf ihnen, kommt, ist der Anspruch Muhammads, Friede und Segen auf ihm, betreffend den Qur'an. Der Qur’an erhebt den Anspruch, Muhammad, Friede und Segen auf ihm, ist der ‘Diener und Gesandter’ des Allmächtigen Gottes.

 

Aber noch wichtiger in Bezug auf unser Thema ist, dass der Qur’an den Anspruch erhebt, dass Muhammad, Friede und Segen auf ihm, bei Namen in den früheren Offenbarungen (d.h. in der Bibel) genannt wird. Kann dieser Anspruch fundiert sein?

 

Lasst uns mit der Untersuchung der Aussage im Qur’an, in Sure 61 (As-Saff [die Reihe]) anfangen, Vers 6:


Und als Jesus sagte; O Kinder Israels! Ich bin Gottes Gesandter (gesandt) zu euch, bestätigend dessen, was vor mir von der Tora war und überbringend eine frohe Botschaft von einem Gesandten, der nach mir kommen wird. Sein Name wird Ahmad sein.“

[Übersetzung der Bedeutung des edlen Qur’an 61:6]

Bitte beachten Sie den genannten Namen, ‚Ahmad‘. Dies ist einer der gewöhnlichsten von mehreren Namen, die dem Prophet Muhammad, Friede und Segen auf ihm, von seinen eigenen Leuten gegeben wurde.

 

Lasst uns jetzt das Alte Testament (die Tora der Juden) betrachten und das Buch, genannt das Hohelied Salomons, Kapitel 5, Vers 16:

 

Sein Mund ist Süßigkeit und alles an ihm ist begehrenswert. 33
Dies ist mein Geliebter! Dies ist mein Freund, o Töchter Jerusalems!


Siehe Fußnote (33), um zu erfahren, was das Wort war, BEVOR es in „begehrenswert“ und in manchen Übersetzungen in „lieblich“ übersetzt wurde.

(makhammadim, “begehrenswert”) ist der Plural vom Nomen (makhmad, “begehrenswert" (siehe unten, Anmerkung #33)

 

Es wird behauptet, dass dieses Wort „Makhmaddim“ in Wirklichkeit das Wort „Akhmad“ oder „Ahmad“ ist. Der Grund für den Betonung an den „kh“-Laut ist, um den harten „h“-Laut der beiden Arten von „h“ in den semitischen Sprachen auszusprechen.

 

Es gibt ein Wort an einer Stelle im Neuen Testament der Bibel, im Johannesevangelium, Kapitel 14, Vers 16, das viele muslimische Gelehrte als Hinweis auf den Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihm, bezeichnen. Lasst uns überprüfen und dann beobachten, was nicht-muslimische Gelehrte dazu sagen.

 

14:15 “Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten.34 35

14:16 und36 ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Fürsprecher 37 geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit,

14:17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann,38 weil sie ihn nicht sieht noch kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt 39 bei euch und wird 40 in euch sein.

 

Altes Testament, das Hohelied Salomons 5:16 Anmerkung 33 tn

 

Der Begriff (makhmaddim, “begehrenswert”) ist der Plural vom Nomen (makhmad, “begehrenswert”; HALOT 570 s.v. 1; BDB 326 s.v.). Wie der Plural (“Süßigkeit”) in der vorangegangenen Parallel-Zeile, ist diese Verwendung des Plurals wahrscheinlich ein Beispiel für den Plural der Intensität. „sehr begehrenswert.“

 

34 tn oder „befolgen“


35 sn Die Aussage Jesu „Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten“ bildet den Übergang zwischen den Versprechungen von beantworteten Bitten, die Jesus seinen Jüngern in Vers 13-14 macht und das Versprechen des Kommens von Parakleton, das im Vers 16 eingeführt wird. Gehorsamkeit ist der Beweis wahrer Liebe.


36tn Hier ist kaiv (kai) mit „und“ übersetzt worden, um die implizite Reihenfolge der Rede wiederzugeben.

 

37 tn Oder „Beistand” oder „Tröster”; Griechisch: „Paraclete” vom griechischen Wort „paravklhto“ (paraklhto). Eine entsprechende deutsche Übersetzung des Wortes paravklhto zu finden, ist eine sehr schwere Aufgabe. Kein einziges deutsches Wort hat genau die gleiche Bedeutungsspanne wie das griechische Wort. “Tröster,” das u.a. in der Lutherbibel benutzt wird, geht auf die alte Lutherbibel aus dem 16. Jahrhundert zurück. Aber heutzutage führt es eher die Gedanken zu einer Decke, oder einem sympatischen Trauernden bei einer Beerdigung. „Ratgeber“ (Neues Leben Bibel) ist angemessen, aber zu weit gefasst, in Kontexten wie z. B. „Eheberater“. “Helfer” (Gute Nachricht Bibel, Menge-Bibel, Neue Genfer Übersetzung) oder “Beistand" (Elbefelder Bibel) könnte auch verwendet werden, könnte aber einen untergeordneten Rang andeuten.

 

“Fürsprecher” (Zürcher Bibel), das Wort, das für diese Übersetzung gewählt wurde, hat einen juristischeren Beiklang als das griechische Wort, obwohl ein juristischer Kontext sicherlich vorhanden ist in Johannes 16:5-11. Da ein "Fürsprecher" jemand ist, der eine Einstellung oder einen Standpunkt „befürwortet“, oder unterstützt und weil dies ist, was Parakleton für das Predigen der Jünger tun wird, würde dies trotz der Nachteile ausgewählt.

 

38 tn oder „nicht bekommen kann”.


39 tn


40 tc Einige frühe und wichtige Zeugen (Ì66* B D* W 1 565 it) haben ejstin (estin, “er ist”) anstatt estai (estai, “er wird sein”) hier, während andere wichtige Zeugen ( sowohl {Ì66c,75vid Í A D1 L Q Y Ë13 33vid Ï als auch mehrere Versionen und Väter}), das Futur lesen. Wenn man die Transkription betrachtet, ist ejstin schwieriger zu lesen und erklärt besser den Grund, warum dies in Futur gelesen wird, aber es muss erwähnt werden, dass sowohl Ì66 als auch D vom Präsens zum Futur korrigiert wurde. Wenn ejstin Original wäre, würde man erwarten, dass manche Manuskripte so korrigiert werden würden, Präsens zu lesen, wenn sie im Original Futur wären, aber dies ist nicht der Fall.

 

Wenn man bedenkt, was der Autor geschrieben hätte, ist das Futur viel fundierter. Der unmittelbare Kontext (sowohl in 14:16 als auch im gesamten Kapitel) deutet auf das Futur hin und die Theologie des Buches betrachtet die Ankunft des Geistes als ein eindeutig zukünftiges Ereignis (vgl. z. B. 7:39 und 16:7). Das Präsens könnte aus einem Lesfehler mancher Schriftgelerten entstanden sein, oder noch wahrscheinlicher, aus einem Gedankenfehler, da Schriftgelehrte an die gegenwartige Rolle des Geistes dachten. Obwohl eine Entscheidung schwierig ist, ist das Futur höchstwahrscheinlich authentisch. Für weitere Diskussion zu diesem Textproblem, siehe James M. Hamilton, Jr., “He Is with You and He Will Be in You” (Ph.D. diss., The Southern Baptist Theological Seminary, 2003), 213-20.